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Die Neuauflage der Alben "Herzblut" und "Engelskrieger" im edel gestaltetem Digi-Doppelpack.
Hallo Freunde, auch auf dieser Tournee werde ich wieder zu jedem Konzerttag einen kleinen Blick hinter die Kulissen produzieren. Ich wünsche viel Spaß beim lesen! Und bitte nicht ungeduldig werden, wenn der Bericht nicht gleich am nächsten Tag online ist. Gut Ding will Weile haben!
Euer Tagebuch findet ihr hier.
Eric Fish
Ein guter, alter Bekannter hatte voriges Jahr beschlossen, auf den fahrenden Feuertanz-, Feuertal-, Hexenfeuerzug aufzuspringen und stampfte in Bosen sein eigenes Hexentanzfestival aus dem Boden.
So treffen sich hier die üblichen Verdächtigen an zwei Tagen auf einem Gelände am Bostalsee. Ich komme erst gegen 20.00 Uhr an, da ich selbst anreise und sehe noch Diary of Dreams, die zwar ein gutes Konzert geben, aber vor der Bühne höchsten 500 Menschen vorfinden. Fand ich zuerst bedenklich aber als wir Showtime haben, tummeln sich plötzlich 5000 Menschen auf dem Platz. Ein perfekter Auftakt in die open air Saison! Saugeiles Publikum - wie immer im Saarland! Hier, in der Edelsteinregion, fühlen wir uns reich beschenkt!
Ich werde, wenn ich Zeit finde, auch zu den Festivals ein paar Sätze schreiben. Oft passieren ja doch berichtenswerte Dinge. So wie am Freitag in Eschershausen!
Es gibt also doch Zeitreisen! Anfang der 90er spielten wir ein paar Konzerte in der Altmark in einem Nest namens Ritze. Das war ziemlich einmalig. Ein Bauer, der einfach seinen Hof jedes Wochenende zum Konzertort umfunktionierte. Genau die gleiche Situation finden wir jetzt, 12 Jahre später, in Eschershausen vor. Das Wohnhaus dient als Backstage. Ja! Die gute Stube voll gehängt mit stinkenden Bühnenklamotten. Über dem ganzen Gelände liegt ein sehr natürlicher Geruch. In einer riesigen Scheune, in der im Herbst Getreide lagert (auch hier riecht es romantisch) ist eine Bühne mit Showtreppe improvisiert. Das alles wird zusammengehalten von der unglaublich netten und engagierten Familie, die uns jeden Wunsch von den Augen abliest. Wirklich ein besonderer Abend, als Kompott eine ausverkaufte Scheune mit super Publikum. Nur etwas kalt war es gegen Ende des Konzerts.
So eine Mini-Tour hat schon ihre Besonderheiten. Von Null auf Hundert sozusagen und schon wieder vorbei. So macht sich im Bewusstsein des letzten Konzerts eine gewisse Schlappheit breit. Alles hängt irgendwie nur ab. Nicht mal die sonst obligatorischen Spaziergänge zum nahegelegenen Deich werden gemacht. Nur Ingo dreht seine Joggingrunde.
Hatte ich gestern Gelegenheit über das Essen zu schwärmen, so ereilt uns heute der kulinarische Supergau! Es ist ein geflügeltes Wort, ein Überbleibsel aus alten, längst vergessen geglaubten Zeiten, dass man auf die Frage, was es denn zu Essen gäbe, mit der Antwort „Geschnetzteltes mit Reis“ zu einem hohen Prozentsatz richtig lag, eine Tatsache, die aber ins Reich der Erinnerungen verbannt zu sein schien. Nicht so heute! Auf die misstrauische Frage eines Kollegen von der Vorband: „Is this chicken?“ kann ich nur antworten: „I hope so, but you have searching for it!“.
Genug dazu, spielt ja letztendlich nicht die wichtigste Rolle.
Viel bedeutsamer ist die Tatsache, dass das Publikum im krachend voll gestopften Pumpwerk, eine wahnsinnige Begeisterung an den Tag legt. Ich darf hier verraten, dass uns in früheren Jahren das Wilhelmshavener Auditorium eher als „zäh“ galt. Diesmal keine Spur davon! Kompliment! Ihr habt uns vom ersten Moment an aus der oben beschriebenen Trägheit gerissen. So soll es sein und so findet eine ziemlich perfekte Mini-Tour ihren Abschluss mit einem superguten Gefühl, das uns lustvoll in die Kreativphase und in die Festivalsaison starten lässt!
Eric Fish
Drei Dinge braucht der Mann in Krefeld. Und die bekommt er auch! Ein Catering, das auch in einem Fünf-Sterne-Hotel keine Kritik hervorgerufen hätte. Danke Lulu! Eine Handcrew, wie man sie sich aufmerksamer und fleißiger nicht wünschen kann - unsere alten Bikerfreunde aus dem Pott nämlich. Danke Klaus! Und dann noch ein Publikum, das ebenso keine Wünsche offen lässt. All das macht den Aufenthalt in der Gruft Kulturfabrik erträglich, den Tag zu einem schönen und den Blick zurück zu einem mit einem Lächeln im Gesicht.
Eric Fish
Dieser Tag vergeht wie im Fluge. Wir haben jede Menge zu tun. Da die Centralstation sehr zentral liegt, kann man wunderbar um die Ecke Zahnpasta und Rasierklingen kaufen. Außerdem haben wir eine Tischtennisplatte dabei. Die Körperertüchtigung hält sich dabei in Grenzen, da das Ding nur 1m x 0,5m misst. Da bewegt man sich schon mehr bei dem neuesten Lieblingsbackstagezeitvertreib von Simon Michael: Virtuell Guitarist. Er zwingt alle Anwesenden dieses ultimative Metalmusikspiel zu trainieren. Ein Heidenspaß! Beim Fanclubtreffen (28.9.) werden wir das gegen unsere Fans spielen. Ihr könnt ja schon mal üben!
Falls das geht, habe ich heute noch bessere Laune als gestern. Das kann mir auch mein Dauerproblem namens Windows Vista nicht vermiesen und so geht es lustvoll auf die Bühne. Tolles Publikum! Ich lasse dennoch zu einem wiederholten Doppelrefrain der Henkersbraut bitten, weil ich die ganze Halle hüpfen sehen will. Das gelingt auch, allein, da ich mir ja keine Blöße geben kann, hüpfe ich auch komplett mit, so dass ich auf insgesamt 9 Refrains, also 288 Sprünge komme, wofür ich mit einem sagenhaften Oberschenkelkrampf „belohnt“ werde. Anstatt mir zu helfen, macht sich Simon der Ältere. einen Spaß aus meinem Leid und macht obszöne Gesten… Kaum war dieses Malheur überstanden, ergeht ein weiteres Unglück über mich. Bodenski sticht mich, versehentlich natürlich, mit einer abgeschnittenen Gitarrensaite und ich breche blutüberströmt und mich vor Schmerzen windend zusammen. Habt Ihr gar nicht gemerkt was? Tja, „The show must go on“!
Danke Darmstadt!
ERIC FISH
Hallo Freunde,
und hier ist er wieder: Euer Berichterstatter aus den Katakomben des Rock`n’Roll! Lets go!
Diese Minitour erwischt mich ein wenig auf dem falschen Fuß, denn ich habe gerade eine längere FISH Runde hinter mir und der Energiehaushalt ist nicht gerade ausgeglichen. Jedoch lösen schon die beiden Proben eine unbändige Vorfreude auf die Gigs aus. Wieder mal richtig rocken! Gerade die BASTRAD Songs machen immer wieder richtig Laune und genau diese gute Laune nehmen wir mit in den Bus als es um Mitternacht wieder heißt: On the road again!
Viele unserer Freunde und Geschäftspartner haben uns nach dem BuViSoCo Schampus geschenkt, welchen wir jetzt kollektiv vernichten. Soll ja nicht schlecht werden das Zeug….
Am frühen Morgen so gegen 12 Uhr werden wir von unserer Plattenfirma abgeholt und nach Donzdorf kutschiert. Markus, unserer Fahrer, hat null Mitgefühl mit unseren Mägen, die sich allesamt nach ein paar Schaukel- und Rüttelkilometern in Aufruhr befinden. Wie passend, dass wir sogleich in einem schwäbischen Gasthaus abgeladen werden. Ein spätes Frühstück wartet hier auf uns mit allem, was die schwäbische Küche hergibt: eingerahmt von Spätzlebergen finden sich 5 Sorten Fleisch und mindesten 10 Sorten Fisch von Garnele bis Hornhecht. Unwiderstehlich!
Danach abreagieren in der chill out lounge von NUCLEAR BLAST. Der Chef, Markus Staiger, ist ein Flipper Sammler und alles ist voll mit den Dingern bis hin zu einem Hercules Flipper, der so groß ist, dass er mit Billardkugeln spielt.
Unsere aktuelle Support Entdeckung THE OLD DEAD TREE macht eine gute Figur und erobert sich nach und nach das Publikum im vollgestopften LKA Longhorn. Prima Einstieg für die Franzosen!
Unser eigenes Konzert gerät zu einer richtigen Power/Spaß-Veranstaltung und ich selbst verzeihe mir die beiden Textzeilen, die ich – wie Ihr messerscharf bemerkt habt – nicht so souverän über die Lippen brachte.
Höhepunkt ist aber die große Überraschung als sich kurz vor Schluss der große Boss meines Mikrofons bemächtigt und mit einem fetten Grinsen eine goldene Schallplatte hervorzaubert. Es ist vollbracht! Die NACKT DVD hat Goldstatus! Was für ein geiles Gefühl! Wir sind stolz auf uns und auf Euch!!! Der Schampus wartet – bis morgen dann.
ERIC FISH