Der Auftakt

Geschrieben am 28.10.2007 14:22 für Wien, Arena

Das magische Datum ist da! Endlich wird das Kind, unser BASTARD, das Licht der Welt erblicken! Die Stimmung ist schon auf der ewig langen Reise nach Wien gelöst bis ausgelassen. Ist auch kein Wunder, haben wir doch schon beim Proben der neuen Songs eine Menge Spaß gehabt und das große Gefühl, welches wir beim machen dieser Platte hatten, hat sich bestätigt..
Der erste Tag ist auch vom Aufbau der Bühne her spannend. Wir haben einen komplett eigenständigen Bühnenaufbau, Groundsupport nennt man das, und das bedeutet einen enormen Zeit – und Kraftaufwand für die Crew. Selbige ist die Gleiche geblieben und sprüht vor Tatendrang! Der ist auch notwendig, denn wenn der 40 Tonner aufgeklappt wird, kann man gar nicht glauben, dass dieser Wust von Teilen, Kisten, Kabeln und Trusses mal eine Bühne ergeben wird. Das klappt dann aber alles recht gut, auch wenn es wie immer auf die Eigenheiten der jeweiligen Halle einzugehen gilt. Das erfordert Improvisationsvermögen, aber unter der Leitung von Chef Ben werden alle Probleme gelöst.
Inzwischen treffen auch unter großem Hallo die Coppelianer ein. Echt schön, dass sie wieder mit von der Partie sind! Ein lustiger Haufen mit einer tollen Show! Auch sie haben wie wir diesmal werdenden Nachwuchs an Bord. Bei uns ist Katja (Monitor) die Glückliche und bei den Kollegen.... Das werdet Ihr sehen, wenn ihr uns besucht.
Die Interviews heute bestätigen den Trend der letzten Wochen, dass die Journalisten das Album klasse finden. Einige zeigen sich überrascht, aber positiv, und der Tenor ist begeistert. Dies ist ein gutes Gefühl!
Nun zum Konzert: Es war unglaublich schwer, ein Programm zusammenzustellen, das allen Gelüsten gerecht werden würde. Natürlich wollen wir den Bastard präsentieren, doch müssen sich die neuen Sachen ja auch die Waage halten mit dem Rest unserer Historie. So blieb zum Beispiel Umbra auf der Strecke, ein Lied, für das ich sehr gekämpft habe, weil ich es liebe, allein Bodenski als „Master of Programmmaching“ hat in jahrelanger Erfahrungssammelei einige Gesetzmäßigkeiten aufgestellt, die nun mal nicht wegzudiskutieren sind. So musste ich dann akzeptieren, dass kein Platz für Umbra war, auf dem roten Faden des Konzerts. Sei es drum! Die knapp 2 Stunden flogen wie im Rausch an mir vorüber, ein Symptom dafür, dass Auswahl und Reihenfolge perfekt waren, es „flutschte“ sozusagen. Man muss wirklich sagen, dass die Wiener es uns auch leicht machten, fühlte sich fast an wie ein Heimspiel, großartige Stimmung! Es geht ab wie die sprichwörtliche Katze von Frau Schmitt! Ich glaube, dass etwa ein Viertel der Leute in der ausverkauften Arena, den Bastard schon hatten und so teilweise schon kräftig mitsingen konnten. Man sagt ja, dass eine neue Scheibe ihre Zeit braucht, um tatsächlich bei den Fans anzukommen. Ich glaube, das könnte beim „Bastard“ etwas schneller gehen als sonst.
Wir sind jedenfalls alle glücklich im Backstage und einhellig der Meinung, dass es der beste Tourauftakt seit je war!
Besondere Vorkommnisse: Um Mitternacht feiern wir mit Gesang und Sekt Frau Schmitts Geburtstag!

Eric Fish