Tour-Tagebuch
Es kommt ein Sturm!
Geschrieben am 10.11.2007 15:06 für Bremen, AladinBremen empfängt uns mit Sturmböen und Hagelschauern. Ich werde wach, weil der Bus derartig im Wüten der Naturgewalten schwankt, dass man Angst haben muss, dass er umstürzt. Zum Aladin sind es nur 200 m, doch ich bin durch den waagerecht einfallenden Regen regelrecht durchnässt, als ich die Halle erreicht habe. Dann jedoch die Wohltat! Gleich der erste Raum ist der Cateringbereich und begrüßt den durchnässten Ankömmling mit leckeren, viel versprechenden Düften. Hier ist ein Team am Werk, das weiß, was gestresste Tourmägen sich erträumen. Ein heißes Süppchen macht den Start in den Arbeitstag für jeden von uns sehr viel angenehmer.
Sein bestes Jahr hatte das Aladin wohl im Jahre 1994, denn in einer Vitrine im Eingangsbereich stehen gleich fünf Trophähen (beste Diskothek, bestes Tresenpersonal, beste Musik ...), die alle aus jenem Jahr stammen. Inzwischen haben sich hier Veranstaltungen etabliert, an deren Gelingen wir auch eine kleine Aktie haben. Der „Veitstanz“ zum Beispiel, ein Gothic-Mittelalter-Abend. Trotz des plüschigen Discoambientes ist die Bühne sehr geräumig und so gibt es keine nennenswerten Probleme beim Aufbau.
Das Konzert ist ausverkauft und schon Coppelius müssen sich vorgekommen sein, als wären sie die beliebteste Band der Welt. Was für ein Publikum!! Ich muss die Kollegen hier auch noch einmal ausdrücklich loben! Sie bieten jeden Abend eine wirklich großartige Show!
Die Sachen mit den Superlativen hatte ich schon besprochen. Heute müsste ich sie alle anwenden. Es herrscht eine derartige Euphorie in der Halle, dass es einfach überwältigend ist. Am liebsten würde ich jeden der zweitausend Leute umarmen. *g* Erst hinterher kriege ich mit, dass ab der Hälfte des Konzertes ein kompletter Strang Strom ausgefallen war und nur noch ein Teil des Lichtes zur Verfügung stand. Ich hab es nicht gemerkt. Ihr? Letzten Endes zählt die Musik und die schafft es immer wieder, eine perfekte Symbiose herzustellen zwischen dem Publikum und uns!
Auf Wiedersehen Bremen!
Eric Fish