Tour-Tagebuch
www.franz-showtreppe.de
Geschrieben am 20.12.2007 13:09 für Braunschweig, Jolly JokerDer Tag fing sprichwörtlich „Scheiße“ an. Morgens braucht der gestresste Musiker vor allem zwei Dinge: Einen Kaffee und eine Toilette. Nun fiel meine Wahl unter den ca. 50 Boxen ausgerechnet auf eine, deren Spülung kaputt war. Natürlich bemerkte ich viel zu spät, dass meine Notdurft überleben würde – ich hasse so etwas!!!! Zumindest weiß ich jetzt wie ein gewisser Knorkator Song entstanden ist. (Mich verfolgt meine eigene ...)
Den Tag im Joker prägen wie immer brüllende Gebläse, die den riesigen Raum aufheizen sollen und dabei regelrecht wechselnde Winde erzeugen. Gruselig!
Das Ordnungsamt Braunschweig verbietet jeglichen Umgang mit Feuer - sprich: Die komplette Pyroshow ist gestorben. Nun ist das ganze Feuer sicher nicht elementar wichtig für das Gelingen des Konzerts, doch ist es genau wie gestern einfach schade, dass Euch etwas vorenthalten wird.
Von Anfang des Konzertes an geht es im Publikum zu, als gäbe es kein morgen. Es macht derartig Spaß, dass ich gar nicht weiß, wohin mit mir! Den anderen Kollegen geht es offensichtlich genauso. Es ist aber auch toll, von dieser hohen Bühne in den endlos langen Schlauch voller Menschen zu schauen und nur erhobene Hände und glückliche, verschwitzte Menschen zu sehen!
Ein kleiner Zwischenfall lässt uns noch Stunden nach dem Gig lachen und bringt uns auf die Idee, eine website mit dem Namen: www.franz-showtreppe.de einzurichten. Was war passiert? Jeder der dabei war, wird es mitbekommen haben. Ich hatte mich gerade neben dem leise Laute spielenden Ingo zur Zelebration des leisesten Momentes im Konzert zurechtgeräkelt, als ein Ohren betäubendes Krachen ertönt, worauf hin wir die Wehe Stunde unterbrechen müssen. Als Ursache des Übels stellte sich Franz heraus, einer der Jungs aus der Licht-Crew, der sich auf leisen Sohlen die Stahltreppe neben der Bühne herunter schleichen wollte und statt dessen leere Flaschen, die dort standen, umwirft und sie laut polternd die einzelnen Stufen herabkollern ließ.
Wir brauchen unbedingt einen Programmierer, der ein kleines PC Spiel ersinnt, in dem man besoffen eine Treppe hinab laufen muss, OHNE Flaschen umzureißen. Freiwillige vor!
Zusatz: Als ich Simon im Bus dann nach ein Gläschen Sekt anbieten wollte, wehrte er dies mit den Worten: „Das ist doch megaschwule Hurensuffscheiße!“
Liebe Grüße!
Eric Fish