Batschkapp Flair

Geschrieben am 24.04.2009 15:35 für Frankfurt/ Neu Isenburg, Hugenottenhalle

Ach geht mir weg mit den Superlativen! Es gibt doch ein Wort, welches alles beschreibt:
ROCK `N ROLL!!!
Noch bevor ich dazu kam, in der doch sehr wenig atmosphärischen Hugenottenhalle (Rekordbesuch für Frankfurt Übrigens: 1600) den „Batschkapp Geist“ zu beschwören, da war er schon da und lugte nicht nur grinsend um die Ecke, nein, er schien in jeden einzelnen Anwesenden gefahren zu sein! Geil, geil, geil! Eigentlich hatte ich damit gerechnet, bei meinen Kollegen so eine gewisse Lethargie auf der Bühne erleben zu müssen, ich sah sie nämlich den ganzen Tag nur fressen. Das ist das Problem bei einer Cateringfirma, die sich den ganzen Tag mit Klasse und Fantasie um das leibliche Wohl kümmert. In den Katakomben der Halle wurden jedenfalls stündlich neue, unwiderstehliche Überraschungen kredenzt. Ich allein widerstand all diesen leckeren Versuchungen. Nur bei der finalen Krone der kulinarischen Schöpfung, musste ich, als Bewohner der Brandenburger Streusandbüchse, dem Mutterland aller Spargelsorten, wenigstens verkosten. Mein Gott! Welch ein Genuss! Spargel im Speckmantel mit Sauce Bernaise!
Jedenfalls war von Überfressenheit nichts zu sehen auf der Bühne, wahrscheinlich, weil uns das Publikum derartig einheizte, dass man gar nicht anders konnte, als zu rocken bis der Arzt kommt.
Besonderes Vorkommnis: Beim rangieren des Trucks (40 Tonner mit Hänger) fuhr Hardy, der Fahrer, einer hysterischen Frau, einen Spiegel ab. Bevor sie sich noch beruhigen konnte, steckte Hardy das Teil wieder an seinen Platz, schlug zweimal mit der Faust drauf – und fest war es wieder. Die Dame fuhr verdattert davon. Selbst ist der Mann!

Eric Fish